Die Geschichte des Reisens ist auch eine Geschichte von Papier, Tinte und Bildern: Reiseführer, touristische Karten, Postkarten, Fahrpläne, Broschüren von Flug- und Schifffahrtsgesellschaften, Kataloge von Reisebüros, Gepäckaufkleber, Inflight-Magazine und Plakate. Das Museum of Travel and Tourism baut einen dokumentarischen Bestand für Forschung, Lehre und künftige Ausstellungen auf. Wenn Sie eine zusammenhängende Sammlung besitzen und sie schenken oder als Dauerleihgabe anvertrauen möchten, beschreiben Sie sie uns: Wir prüfen gemeinsam das weitere Vorgehen.
Was wir suchen (Schwerpunkte)
- Bücher & Führer: historische Reiseführer (z. B. Baedeker u. Ä.), Tourismus-Monografien, Jahrbücher.
- Karten & Routen: touristische Karten, Stadtpläne, Straßenkarten.
- Postkarten & Fotografie: gelaufene/ungelaufene Karten, Reisealben, Dias/Negative, Stereoskopien.
- Touristische Ephemera: Faltblätter, Agenturkataloge, Hotelpreislisten, Menüs, Gepäckaufkleber, Tickets/Itinerare, Tagebücher und Manuskripte.
- Verkehr: Bahn- und Schifffahrtsfahrpläne, Flugpläne, Streckenkarten, Safety Cards, Inflight-Magazine, Pressekits.
- Institutionelle Werbung: Materialien von Tourismusbehörden, Messen, offiziellen Kampagnen.
- Gegenstände rund um Reisen und Tourismus: Koffer, Fahrräder, Transatlantikliner ;)
- Bevorzugte Zeit: spätes 19. Jahrhundert bis 1970er Jahre; stimmige zeitgenössische Bestände werden ebenfalls geprüft.
Eine der grundlegenden Aufgaben jeder musealen Institution ist die Sammlung und Bewahrung von Materialien. Im Fall des Museum of Travel and Tourism richtet sich diese Mission insbesondere auf die Spuren von Amateur-Globetrottern, die häufig fragil und lückenhaft sind.
Diese Dokumentation wird mit Werkzeugen und Plattformen erstellt, die einer schnellen Obsoleszenz unterliegen. Reiseerfahrungen werden oft mit großem Engagement über Blogs, eigene Websites oder soziale Medien dokumentiert; innerhalb weniger Jahre werden diese Inhalte jedoch häufig eingestellt, sind nur noch schwer zugänglich oder verschwinden ganz. Wie in der Vergangenheit handelt es sich auch heute um "schwache Spuren", die einem hohen Verlustrisiko ausgesetzt sind.
Das Museum hat sich zum Ziel gesetzt, diese Materialien - Texte, Bilder und Zeugnisse in verschiedenen Sprachen - zu identifizieren, zu bewahren und wieder zugänglich zu machen, wobei ein freier Zugang sowie die systematische Quellenangabe gewährleistet werden.
Was wir in der Regel nicht annehmen
- Häufige Dubletten ohne Varianten-/Zustandswert.
- Materialien ohne Provenienz oder in schlechtem Zustand (aktive Schimmelbildung, umfangreiche strukturelle Schäden).
- Nicht identifizierbare Zeitungsausschnitte oder nicht autorisierte Kopien.
Ablauf
- Sammlung vorschlagen: kurze Liste und einige Fotos beilegen. Kontakt:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . - Kuratorische Prüfung: Relevanz, Kohärenz, Erhaltungszustand, Provenienz.
- Besichtigung vor Ort oder Versand (geeignete Verpackung; Abholung bei bedeutenden Beständen möglich).
- Vereinbarung: Schenkung (Eigentumsübertragung) oder Dauerleihgabe/Depositum mit Bedingungen und Namensnennung.
- Bewahrung & Zugang: Katalogisierung, ggf. Digitalisierung und Online-Bereitstellung mit Credit an Spender/Sammlung.